Der Möbelmarkt verzeichnete 2025 leichtes Minus von 1,1 Prozent. Viele Warengruppen waren rückläufig, Büromöbel mit den stärksten Verlusten. Der Onlinehandel gewann wieder an Fahrt. Der kleinbetriebliche Möbelfachhandel und große Möbelhändler entwickelten sich weiter auseinander.
Der deutsche Möbelmarkt (Wohn- und Büromöbel) hat 2025 einen weiteren leichten Umsatzrückgang verzeichnet. Wie der neue „Branchenbericht Möbel“ des IFH KÖLN in Zusammenarbeit mit der BBE Handelsberatung zeigt, sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Prozent auf ein Marktvolumen von 23,9 Milliarden Euro. Trotz des leichten Rückgangs liegt der Markt damit nominal weiterhin über dem Vorkrisenniveau von 2019 und konnte sich insgesamt mit Blick auf die letzten Jahre wieder stabilisieren. Ursächlich für die Entwicklung sind neben der anhaltend schwachen Konjunktur auch zusätzliche geopolitische Unsicherheiten, zuletzt verschärft durch den Krieg im Iran. Infolgedessen rechnen die Marktexperten damit, dass sich der erhoffte Aufschwung weiter verzögert.
Büromöbel mit stärksten Verlusten
Mit Ausnahme leichter Zugewinne bei Küchen- und Gartenmöbeln verzeichneten 2025 nahezu alle Warengruppen Umsatzrückgänge. Büromöbel bilden mit einem Minus von 3,6 Prozent das Schlusslicht. Gleichzeitig zeigen sich strukturelle Verschiebungen im Markt: Büromöbel, einst ein Randsortiment im Möbelfachhandel, haben sich dort Stück für Stück etabliert. Auch infolge der Pandemie und der verstärkten Nutzung von Heimarbeitsplätzen ist das Geschäft mit Schreibtischen, Bürostühlen, Raumtrennern und Co. in den Fokus des Möbelfachhandels gerückt.
Große Filialisten behaupten sich – kleine Anbieter weiter unter Druck
Ein Blick auf die Entwicklung der Vertriebswege verdeutlicht die anhaltend hohe Dynamik im Möbelmarkt. Nach zwei Jahren der Normalisierung konnte der Onlinehandel 2025 wieder an Fahrt aufnehmen. Versender und Internet-Pure-Player steigerten ihre Umsätze erneut. Auch große Möbel-Filialisten sowie Küchenspezialisten entwickelten sich den Hochrechnungen zufolge leicht positiv. Insgesamt entwickeln sich der kleinbetriebliche Möbelfachhandel und große Möbelhändler weiter auseinander.
Über die Studie
Der „Branchenbericht Möbel“, Jahrgang 2025, des IFH KÖLN in Kooperation mit der BBE Handelsberatung, analysiert die Möbelbranche und zeigt die Veränderungen der vergangenen Jahre im Gesamtmarkt auf. Die Studie liefert detaillierte Ergebnisse zum Einkaufs- und Konsumverhalten deutscher Verbraucherinnen und Verbraucher.
- Marktvolumen auf Endverbraucherebene 2016 bis 2025
- 7 Warengruppen* – Entwicklung, Wachstumstreiber
- Vertriebswegeprofile, Vertriebsstrukturen 2016 bis 2025
- 6 Vertriebsformate – Entwicklung, Wachstumstreiber
- Marktprognose 2026 bis 2030
- Prognose der Vertriebswege 2026 bis 2030
* Die 7 Warengruppen sind wie folgt: Wohn-, Schlaf- und Jugendzimmer; Polstermöbel; Küchenmöbel; Kleinmöbel; Badmöbel; Gartenmöbel und Büromöbel.
Die komplette Studie kann über den Shop des IFH KÖLN erworben werden.
IFH KÖLN GmbH


